CRIB
cardiovascular research institute basel
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Leiter Prof. Christian Müller Spitalstrasse 2 CH-4056 Basel Schweiz
© Prof. Christian Müller 2021
Mitarbeiterinterview
Pedro Lopez Ayala M.R.: Pedro wie geht Dir zurzeit? Pedro: Ich habe viel zu tun, aber es geht mir dabei immer gut. Du bist seit zwei Jahren bei uns im CRIB, wie ist Dein Resümee heute? Zu Anfang war es nicht so einfach für mich – ich war in einem neuen Land, begann die Arbeit in einer neuen Forschungsgruppe und vermisste meine Familie und meine Freundin in Spanien.Aber ich hatte großes Glück und habe viele nette Menschen kennen- gelernt. Wunderbare Kollegen kümmerten sich um mich, unterstützten meinen Einstieg und das CRIB wurde somit zu meiner Ersatzfamilie. Ich habe in den vergangenen zwei Jahren sehr viel über klinische Forschung und Statistik erfahren und mich dabei Dank der großartigen Hilfe von Ivo Strebel auf den Bereich Methodik/Statistik konzentriert und viel gelernt. Und weiterhin möchte ich noch viel von Christian und dem gesamten Forschungsteam lernen. Wie entwickelte sich Dein Interesse an Medizin und kardiovaskulärer klinischer Forschung? Mein Vater ist Viszeral- und Transplantations-Chirurg in Madrid. Seit meiner Kindheit habe ich einen engen Bezug zur Materie, so hat mich mein Vater früher mit ins Spital genommen und mir medizinische Fälle vorgestellt. Dies waren für mich Rätsel und ich fand es faszinierend, dafür eine Lösung zu finden. Auch die eigentliche Aufgabe des Arztes – Menschen zu helfen und gesund zu machen, fand ich beeindruckend. Warum bist Du kein Chirurg geworden? Ich habe immer zwischen der Viszeralchirurgie und Kardiologie geschwankt - mich dann aber für die Kardiologie entschieden, weil mich die Anatomie, Physiologie und Pathologie des Herzens schon immer sehr fasziniert hat. Die Kardiologie ist in den letzten 10-20 Jahren immer bedeutender geworden und als Kardiologie kann man klinische Tätigkeit und Forschung sehr gut kombinieren. Wie verlief Dein bisheriges Studium? Ich habe 6 Jahre Medizin in Madrid und Freiburg (Erasmus) studiert mit Auslandsaufenthalten & Praktika in Edinburgh, München und der Charité in Berlin. Während des Studiums konnte ich translationale Forschung im nationalen spanischen Center für kardiovaskuläre Forschung (CNIC) kennenlernen und konnte dort mein Interesse für die Forschung vertiefen. Nach dem Medizinstudium habe ich ein Masterjahr in Heidelberg zum Thema: Translationale Medizinische Forschung absolviert. Danach bin ich ins CRIB gekommen, um meine Doktorarbeit zu schreiben und dann ein Phd-Studium anzuschliessen. Wie bist Du zum CRIB bzw. zur Forschungsgruppe von Prof. Christian Müller gekommen? Während meines Aufenthalts im letzten Semester in Edinburgh hat mich Prof. Nick Mills zu meinen Zukunftsplänen und Optionen angesprochen. Er hat mir von Christian Müller, der Forschungsgruppe und den spannenden Forschungsthemen zum Herzinfarkt erzählt und mich dafür begeistert, so dass ich mich hier beworben habe. Welches sind Deine aktuellen Aufgaben und Projekte im CRIB? Ich bin Studienkoordinator für Syncope und Apace zusammen mit Michael Freese und Ana Yufera und Apace-Light mit Michael Kolbe. Zu meinen Aufgaben gehören u.a. die Anleitung neuer Doktoranden, Erstellen von Manuskripten, Statistiken, Koordination der Fortbildungsreihe «Journal-Club». Schreibe auch gerade mein eigenes Manuskript. Übrigens – Glückwunsch zum gewonnenen Forschungsgrant! Vielen Dank. Ich bin sehr zufrieden darüber. Mit dem Forschungsgrant der Schweizerischen Herzstiftung wollen wir einen neuartigen 3 Stunden-Algorithmus für die frühe Ausschluss- und Einschlusswahrscheinlichkeit von NSTEMI bei Patienten ableiten, welche in die Beobachtungszone des ESC 0/1h-Algo. triagiert werden. Hat sich Deine Arbeit durch die CORONA-Pandemie stark verändert? In der Forschung hat sich nicht so viel geändert. Ich konnte parallel bei diversen Corona-Studien mithelfen, z.B. einer sehr grossen Madrid-Covid-Cohorte mit über 3000 Patienten von einem unserer APACE-Partnerzentren. Im Privatleben hat sich leider einiges geändert: seit Februar habe ich meine Familie in Madrid nicht mehr besuchen können. Aber «it could be worse»… Hast Du neben Deinem sehr zeitaufwendigen Job überhaupt noch Zeit für Hobbies? Leider nicht so viel, aber ich versuche mich mit Schach und Tennis fit zu halten. Welche Studien und Projekte wirst du zukünftig betreuen? Ich werde weiterhin für APACE tätig sein – mein Ziel ist es, neue Modelle aufzubauen, um HI schneller zu diagnostizieren, sowie eine bessere Risikostratifizierung zu erreichen – dies nicht nur für Typ I HI, sondern ebenso für TYP II und auch die Myocardschädigung. Welche Herausforderungen und Ziele hast Du? Ich werde eine kardiologische und akademische Karriere anstreben und dafür meine Forschungskenntnisse vertiefen. Nach meinem PhD-Studium möchte ich klinisch tätig werden, zunächst in der inneren Medizin und dann in der Kardiologie im USB. Pedro, herzlichen Dank, dass Du Dich bereit erklärt hast, mir ein Interview für den CRIB-Newsletter zu geben.
Prof. Michael Kühne
Prof. Christian Müller
Prof. Stefan Osswald